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Alexander Liebreich

4. MÜNCHENER AIDS-KONZERT

Freitag, 26. Februar 2010, 19.30 Uhr, Prinzregententheater

MARTIN FRÖST Klarinette
PIETER WISPELWEY Violoncello
CLARON MCFADDEN Sopran
ALEXANDER LIEBREICH Dirigent

Aaron Copland Konzert für Klarinette und Streichorchester
mit Harfe und Klavier (1947/48)
Peter I. Tschaikowsky Rokoko-Variationen op. 33 für Violoncello und Orchester
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 4 G-Dur für Sopran und Orchester

 

Ein einmaliges Vorhaben in der Geschichte des MKO: Für das 4. Aids-Benefizkonzert laden das Orchester und Alexander Liebreich befreundete Solisten und Orchestermusiker aus führenden europäischen Klangkörpern ein, gemeinsam die 4. Sinfonie von Gustav Mahler aufzuführen. Nach dem restlos ausverkauften Aids-Konzert 2009 ein neues Konzerthighlight zu Gunsten der Münchner Aids-Hilfe.

Ein Konzert im Rahmen von ›Projekt München‹, einer Initiative des MKO zur
Zusammenarbeit mit Institutionen im Sozial- und Jugendbereich.

Das Konzert wird vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnitten.

Der Erlös des Konzerts kommt der Münchner Aids-Hilfe zugute.
Aids-Hilfe München


„Ich sehe immer mehr: man komponiert nicht, man wird komponiert“, erkannte Mahler bei seiner 4. Sinfonie. Kaum ein Werk entzweite 1901 Gemüter wie diese Sinfonie mit ihrer himmlischen Schlussvision eines paradiesischen Schlaraffenlandes mit einem Liedfinale auf einen Text aus „Des Knaben Wunderhorn“. Für die einen war das 1901 uraufgeführte Werk „das erste wirklich musikalische Ereignis im neuen Jahrhundert“, für die anderen „eine kränklich abschreckende Übermusik“. Heute ist sie wohl seine populärste Sinfonie. Mahler sah in seiner Vierten, „ein verfolgtes Stiefkind“ und sein bislang artistisch vollendendstes Werk, und das nicht zuletzt, weil er es „ohne Stimmung“, mit besonderem Blick auf formale Meisterschaft schuf.
Mit seinen „Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester“, denen ein eigenes Thema zu Grunde liegt, verbeugte sich Peter Tschaikowsky vor den Idealen der Mozart-Zeit: Klarheit, Anmut, Eleganz, Ebenmaß. Auch sie machten ihrem Schöpfer nicht nur Freude, nahm sich ihr Widmungsträger Wilhelm Fitzenhagen doch weit mehr Freiheiten heraus, als dem Urheber lieb war: Er  bearbeitete nicht nur die Solostimme, sondern strich eine Variation und verlegte die brillanteste an den Schluss. Der Erfolg gab dem Mitbegründer der russischen Celloschule Recht, dessen effektvolle Version das Werk im Standardrepertoire verankerte.
Auch der Jazzklarinettist Benny Goodman, der Widmungsträger von Aaron Coplands „Konzert für Klarinette und Streichorchester mit Harfe und Klavier“, veränderte seinen Solopart, wenn auch marginal. Neben den zu erwartenden Jazz-Elementen wurden im zweiten Satz, musikalische Eindrücke einer Brasilienreise bestimmend. Die „bittersüße Lyrik“ im ersten Satz, die auf typisch Copland’sche Weise die unendlichen Weiten amerikanischer Landschaften zu beschwören scheint, kündet auch von der Einsamkeit und Entfremdung des Homosexuellen in der amerikanischen Gesellschaft.
Solisten des Abends sind der schwedische Klarinettist Martin Fröst, einer der innovativsten Musiker der jüngeren Generation, der holländische Ausnahmecellist Pieter Wispelwey sowie die Sopranistin Claron McFadden, die den Solopart in Mahlers 4. Sinfonie übernehmen wird. Wie in den vergangenen Jahren fließt der gesamte Erlös des Konzerts der Münchner Aids-Hilfe e.V. zu, dieses Jahr kommt die Unterstützung dem Bereich „Betreutes Wohnen“ zugute.

Kartenpreise
€ 79,– / 71,– / 58,– / 44,– / 33,– | Jugendkarte (≤ 28 Jahre) € 18,–

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