

Donnerstag, 15. April 2010, 20 Uhr, Prinzregententheater
SANDRINE PIAU Sopran
DANIEL GIGLBERGER Leitung und Konzertmeister
Jan Dismas Zelenka Hipocondria A-Dur ZWV 187
Georg Friedrich Händel Arien aus ›Alexander Balus‹ HWV 65
und ›L´ Allegro, Il Pensieroso ed Il Moderato‹ HWV 55
Brett Dean ›Short Stories‹ für Streichorchester (2005)
Georg Friedrich Händel Arien aus ›Joseph and his Brethren‹ HWV 59,
›Arianna in Creta‹ HWV 32 und ›Alcina‹ HWV 34
Anton Webern 5 Sätze op. 5 für Streichorchester (1909/1929)
Georg Friedrich Händel Arie aus ›Aci, Galatea e Polifemo‹ HWV 72
Konzerteinführung 19.10 Uhr, Prinzregententheater
Das Konzert wird vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnitten.
Mit Auszügen aus Oratorien und Opern von Georg Friedrich Händel gastiert die französische Sopranistin Sandrine Piau an diesem Abend erstmals beim Münchener Kammerorchester. „Etwas vor über zwei Jahrhunderten Geschriebenes klingt, als wäre es für dich geschrieben. Nach zwei Jahrhunderten bin ich immer noch berührt von der Schönheit, Modernität und Aktualität dieser Musik“, sagt Sandrine Piau über die Musik Händels. In diesem Programm unter der Leitung des Konzertmeisters Daniel Giglberger, sind aus der 40 Jahre umfassenden Spanne von Händels Schaffen und verschiedenen Werkgattungen Arien aus der Serenata „Aci, Galatea e Polifemo“, den Opern „Arianna in Creta“ und „Alcina“, die Pastoral-Ode „L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato“ sowie den Oratoiren „Joseph and his Brethren“ und „Alexander Balus“ zu hören.
Umrahmt werden diese Arien mit Werken von Jan Dismas Zelenka, Anton Webern und Brett Dean. Der in Hof wirkende Bach-Zeitgenosse Jan Dismas Zelenka schuf einen Großteil der Kirchenmusik für den sächsischen Hof. Seine frühe Instrumentalmusik ist erst in den letzten Jahrzehnten für das Konzertleben wiederentdeckt worden, so auch die „Hipocondrie A-Dur ZWV 187“, die er anlässlich der Krönung Karls VI. zum König von Böhmen komponierte. Das Werk mit dem etwas rätselhaften Titel folgt dem Muster der französischen Ouvertüre.
Mit den „5 Sätzen op. 5“ schuf Anton Webern 1909 sein erstes vollständig atonales Werk und das erste Beispiel für seinen neuen aphoristischen Stil, der eine radikale Abkehr von den musikalischen Konventionen seiner Zeit darstellt. Webern, selbst Cellist, bediente sich in genauer Kenntnis aller erdenklichen Spieltechniken einer Fülle von Klangschattierungen. 20 Jahre später bearbeitete er das für Streichquartett konzipierte Werk für Streichorchester, ohne den Gehalt anzutasten.
Die vor fünf Jahren komponierten „Short Stories“ des australischen Komponisten, Dirigenten und Bratschisten Brett Dean sind in ihrer Kürze auch „eine kurze Hommage an Weberns Streichquartette, die auf so vielsagende Weise ein ganzes Aufgebot von Ausdrucksmöglichkeiten auf sehr begrenztem Raum enthalten.“ Wie bei den meisten seiner Werke finden sich konkrete thematische Ausgangspunkte, so hier die letzten Worten des Kosmonauten Wladimir Komarow, des ersten Menschen, der im All ums Leben kam.
Kartenpreise
EUR 53,– / 49,– / 44,– / 35,– / 27,–
EUR 12,– Jugendkarte (≤ 28 Jahre)
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